Der Gardasee ist einer dieser Orte, die fast jeder sofort wiedererkennt: glitzerndes, tiefblaues Wasser, imposante Berge, farbenfrohe Dörfer und dieses ganz besondere Gefühl von „La Dolce Vita“. Hier sind fünf Fakten über den Gardasee, die Sie vielleicht noch nicht kennen.
1. Der Gardsee hieß einst Benaco
Lange bevor er Gardasee genannt wurde, war er bei den Römern als Lacus Benacus, kurz Benaco, bekannt. Der antike Name ist bis heute lebendig. Sie finden ihn zum Beispiel in Torri del Benaco oder San Felice del Benaco.
Wenn Sie also rund um den See ein Straßenschild mit „Benaco“ sehen, begegnet Ihnen ein Name mit fast 2.000 Jahren Geschichte.
Zu Ehren dieses alten Namens haben wir unsere Zimmer mit direktem Seeblick „Benaco“ genannt. Von hier genießen Sie einen einzigartigen Sicht auf die zeitlose Schönheit des Gardasees.
2. Der Gardasee ist tiefer als der Eiffelturm hoch ist
Der Gardasee ist an seiner tiefsten Stelle 346 Meter tief. Der Eiffelturm ist dagegen rund 330 Meter hoch.
Stellen Sie sich vor, Sie würden den Eiffelturm an der tiefsten Stelle in den See stellen. Selbst seine Spitze würde noch unter Wasser liegen.
Und noch etwas ist beeindruckend: Die Oberfläche des Gardasees liegt etwa 65 Meter über dem Meeresspiegel. Sein tiefster Punkt befindet sich rund 281 Meter darunter.
3. Der Gardasee hat seine eigenen Winde
Am Gardasee spricht man nicht einfach vom Wind. Die verschiedenen Winde haben ihre eigenen Namen. Besonders bekannt sind der Pelèr und die Ora.
Der Pelèr kommt meist am Morgen aus Norden. Die Ora weht am Nachmittag aus Süden. Ihre regelmäßigen Windmuster machen den nördlichen Gardasee zu einem Paradies für Segler und Windsurfer.
Doch es gibt noch weitere lokale Winde. Dazu gehören unter anderem Balinot, Vinessa und Ponale.
Wenn Ihnen also jemand sagt: „Die Ora kommt“, handelt es sich nicht um eine italienische Lebensweisheit.
Es geht ums Wetter.
4. Im Gardasee lebt ein Fisch, den es nirgendwo sonst gibt
Der Gardasee ist die Heimat des Carpione (Salmo carpio). Diese seltene Fischart kommt natürlicherweise nur hier vor.
Der Carpione lebt in den tiefen und kühlen Gewässern des Sees. Historische Aufzeichnungen berichten von seiner Fortpflanzung in Tiefen von etwa 200 Metern.
Damit ist er ein besonderes Symbol für das einzigartige Ökosystem des Gardasees. Und ein weiteres kleines Naturwunder, das diesen See so außergewöhnlich macht.
5. Am 1. Januar wird im Gardasee geschwommen
Der Gardasee ist für seine sommerlichen Badetage bekannt. Für einige Mutige endet die Badesaison jedoch nie.
Jeden 1. Januar wagen sich Schwimmer an verschiedenen Orten rund um den See ins kalte Wasser. Gemeinsam begrüßen sie so das neue Jahr.
In mehreren Gemeinden ist daraus eine feste Tradition geworden. Man trifft sich am Ufer, zählt gemeinsam herunter und läuft anschließend ins Wasser.
Von mediterranem Sommerbaden kann dabei keine Rede sein. Im Januar kann das Wasser nur wenige Grad über dem Gefrierpunkt haben.
Für die Schwimmer geht es um mehr als die Kälte. Es geht um einen besonderen Start ins neue Jahr: mit Energie, Mut und einer Geschichte, die man nicht so schnell vergisst.



